Tesvolt liefert Stromspeicher für größten E-Auto-Ladepark Europas
Pressemitteilung
Tesvolt liefert Stromspeicher für größten E-Auto-Ladepark Europas
Laden mit 100 % grünem Strom am Autobahnkreuz Hilden
Wittenberg/Hilden, 22. April 2020 – Für Europas größten Ladepark für Elektrofahrzeuge am Autobahnkreuz Hilden liefert der deutsche Hersteller Tesvolt Stromspeicher-Container mit einer Gesamtkapazität von 2 Megawattstunden (MWh). 114 Ladeplätze verschiedener Betreiber stehen künftig bereit, darunter 40 Supercharger der neuen V3-Generation von Tesla und 22 Schnellladeplätze des holländischen Anbieters Fastned. Alle Ladeplätze werden zu 100 Prozent mit grünem Strom versorgt, den u.a. eine große Photovoltaikanlage auf den Carports des Ladeparks liefert. Am Standort entstehen zudem Bürogebäude und Gastronomie mit Vertical Farming. Betreiber des Ladeparks „Seed & Greet“ ist ein Bio-Bäcker aus Hilden.
Pressebilder finden Sie hier: https://www.tesvolt.com/de/presse/tesvolt-liefert-stromspeicher-fuer-groessten-e-auto-ladepark-europas__prr40.html
Rund 235.000 Fahrzeuge passieren den Autobahnknotenpunkt Kreuz Hilden zwischen A3 und A46 in Nordrhein-Westfalen täglich. Hier entsteht auf 12.000 Quadratmetern Fläche das größte Ladepark-Projekt Europas. An 62 Schnellladeplätzen von Tesla und Fastned können Elektrofahrzeuge ihren Akku mit einer Ladeleistung von bis zu 350 Kilowatt (kW) aufladen. Dazu kommen weitere acht öffentliche Ladeplätze mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW und 44 Ladeplätze für Mitarbeiter und Mieter, die der Bio-Bäcker Roland Schüren selbst betreibt.
Während des Ladevorgangs können Autofahrer das Bäckerei-Cafe-Bistro mit eigener Bio-Backstube nutzen oder das vertikale Gewächshaus besuchen, das sich auf 1.000 qm über vier Stockwerke erstreckt. Hier werden Salat, Erdbeeren und Blaubeeren für den Bedarf der Bäckerei kultiviert. Die Abwärme der Backstube wird für Heizung, Warmwasser und das Vertical Farming genutzt. Im August soll der erste Bauabschnitt mit etwa der Hälfte der Ladesäulen eingeweiht werden.
Preisgekrönte Speichertechnologie
Die Batteriespeicher des Wittenberger Herstellers Tesvolt werden einerseits Strom aus der über 700 Kilowatt Peak großen Photovoltaikanlage und zwei kleinen Windkraftanlagen zwischenspeichern, um teure Lastspitzen zu kappen. Sie sollen aber auch grünen Strom aus dem Netz speichern, wenn er besonders günstig ist und das Stromnetz entlasten, wenn mehr Strom im Netz ist als abgenommen wird. Gregor Hinz, Energieberater und technischer Generalplaner des Projektes, geht davon aus, dass sich die beiden Speicher bereits nach wenigen Jahren amortisiert haben werden. Im Rahmen des Förderprogramms progres.nrw wird das Land Nordrhein-Westfalen zudem einen Teil der Investitionskosten übernehmen.
„Natürlich ist für einen Ladepark besonders wichtig, dass die Speicher jederzeit und schnell be- und entladen werden können, das schaffen aktuell nur wenige Speicherprodukte“, berichtet Hinz. Drei Gewerbespeicher-Hersteller hatte Hinz in der engeren Auswahl für das Ladepark-Projekt. Tesvolt habe sich am Ende durchgesetzt, weil der Speichercontainer TPS flex sehr viel Leistung auf verhältnismäßig kleinem Raum biete und als einer der wenigen auf dem Markt die hohen technischen Anforderungen erfüllen konnte. Für das optimale Be- und Entladen der Zellen sorgt eine intelligente Batteriesteuerung, die Ingenieure von Tesvolt entwickelt haben und die auch für die hohe Speicher-Lebenserwartung von rund 30 Jahren verantwortlich ist. Für seine innovativen Ideen und Produkte wurde Tesvolt bereits mehrfach ausgezeichnet.
Leuchtturm-Projekt
„Den Klimawandel bekommen auch wir Bäcker ganz konkret zu spüren. Die Trockenheit der letzten Jahre führt dazu, dass das Mehl unserer Biolandwirte sich viel schwerer verarbeiten lässt. Mit dem Ladepark Seed and Greet will ich zeigen, dass Klimaschutz nicht nur ein ökologisches Muss ist, sondern dass er sich auch ökonomisch rechnet“, erklärt Roland Schüren. Der Unternehmer hat bereits vor zwölf Jahren seine Backstube am Standort Hilden auf ein ausgeklügeltes, ganzheitliches Energiekonzept umgestellt und dafür mehrere Auszeichnungen erhalten. Mit Erdgas- und Elektroautos beliefert er 20 Filialen mit seinen Bio-Backwaren und beschäftigt insgesamt 260 Mitarbeiter. Nun hat er mit dem Ladepark Seed & Greet ein weiteres Projekt in Angriff genommen.
„Elektromobilität macht besonders dann Sinn, wenn die E-Autos mit erneuerbarer Energie geladen werden. Der Ladepark am Kreuz Hilden ist hier vorbildlich und wir sind megastolz, dass wir die Speicher für dieses ganzheitlich gedachte Projekt liefern dürfen“, freut sich Daniel Hannemann, Kaufmännischer Geschäftsführer und Mitgründer von Tesvolt.
Über Tesvolt
Tesvolt hat sich auf Batteriespeicher für Gewerbe und Industrie spezialisiert. Das innovative Unternehmen aus Wittenberg produziert Lithiumstromspeicher mit prismatischen Batteriezellen von Samsung SDI auf Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide-Basis. Tesvolt Speicher passen immer: Ob Hoch- oder Niedervolt, On-Grid oder Off-Grid. Sie lassen sich mit allen regenerativen Energiequellen kombinieren, aber auch mit einem Blockheizkraftwerk oder einer Brennstoffzelle.
Tesvolt fertigt seine Gewerbespeicherlösungen in Serie in der ersten Gigafactory für Batteriespeicher Europas am Standort Wittenberg und liefert sie in alle Welt. Über 1.200 Speicherprojekte hat das Unternehmen weltweit bereits verwirklicht.
Tesvolt wurde u.a. mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“ ausgezeichnet. Für die Off-Grid Stromversorgung einer Avocadofarm in Südwestaustralien erhielt Tesvolt den „The smarter E award“ in der Kategorie „Outstanding projects“ sowie den internationalen Award für ländliche Elektrifizierung (ARE).
Pressekontakt
Vera Neuhäuser
Tel. +49 30 – 221 83 82 49
Mobil +49 178 – 53 68 425
vera.neuhaeuser@sunbeam-communications.com
Fertigung in Europas erster Gigafactory für Batteriespeicher geht in Betrieb
Pressemitteilung
Fertigung in Europas erster Gigafactory für Batteriespeicher geht in Betrieb
Nachfrage nach Stromspeichern trotz Covid-19 steigend
Wittenberg, 1.4.2020 – Heute geht die halbautomatisierte Fertigung in Europas erster Gigafactory für gewerbliche Batteriespeicher am Standort Wittenberg in Betrieb. Dank Innovationen im Produktionsprozess kann Tesvolt seine Lithium-Ionen-Speicher für Gewerbe und Industrie nun sehr flexibel und effizient in Serie fertigen. Die Produktion läuft unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Weitere Maßnahmen sollen Mitarbeiter und Kunden vor Covid-19 schützen.
Pressebilder finden Sie hier: https://www.tesvolt.com/de/presse/fertigung-in-europas-erster-gigafactory-fuer-batteriespeicher-geht-in-betrieb.html
Auf 12.000 m² Fläche produziert Tesvolt Stromspeichersysteme in verschiedenen Größenklassen, die Speicherkapazität reicht von 9,6 Kilowattstunden bis in den Megawattbereich. Mit der neuen Fertigungslinie werden pro Tag Stromspeicher mit einer Gesamtkapazität von bis zu einer Megawattstunde (MWh) produziert, im Jahr liegt die Produktionskapazität bei 255 MWh. Das Werk ist so ausgelegt, dass die Produktionskapazität bis auf ein Gigawatt erweitert werden kann. Da sich das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahresquartal beinahe verdreifacht hat, erweitert Tesvolt seine Produktionskapazität sukzessive.
Eine der wichtigsten Innovationen in der neuen Fertigung ist die teilautomatisierte Vollzyklisierung: Jedes Batteriemodul wird vollständig be- und entladen und auf Unregelmäßigkeiten bzgl. Temperatur, Spannung und Innenwiderständen geprüft. Für höchste Qualität sorgt im Anschluss die vollautomatisierte End of Line Prüfung, hier wird jede Batteriezelle geprüft und weniger leistungsstarke Batteriemodule automatisch ausgeschleust.
Nachfrage gestiegen
„Die Corona-Krise macht uns als Hersteller, aber auch als Menschen große Sorgen. Wir sind daher froh und dankbar, dass wir das erste Quartal mit guten Umsatzzahlen abschließen konnten“, erklärt Daniel Hannemann, Kaufmännischer Geschäftsführer und Mitgründer von Tesvolt. Besonders stark sei die Nachfrage nach Stromspeichern mit Notstromfunktion sowie nach Off-Grid-Speichern gestiegen. „Wir wissen nicht, wie sich die Nachfrage in der Corona-Krise entwickeln wird. Wir wollen uns in enger Solidarität mit unseren Kunden, gepaart mit Kreativität, Flexibilität und Erfindergeist den neuen Herausforderungen stellen.“
Produktionsmitarbeiter arbeiten isoliert
„Die Sicherheit unserer Mitarbeiter steht für uns angesichts Covid-19 natürlich an oberster Stelle, daher haben wir vor drei Wochen alle Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt, wo das möglich war. Auch die Fertigungsplanung erfolgt nun aus dem Homeoffice. Die Kollegen in der Produktion arbeiten isoliert voneinander weiter“, berichtet Simon Schandert, Technischer Geschäftsführer und Mitgründer von Tesvolt. „Wir haben Glück, dass unser Batteriezellen-Lieferant Samsung SDI in Korea weiterproduziert.“
Roadshow und Schulungen per Webinar
„Wir nehmen Covid-19 sehr ernst. Unsere Europa-Roadshow haben wir nach dem Ausbruch der Epidemie auf Webinare umgestellt. Wir waren nicht sicher, ob eine Roadshow ohne face-to-face Kontakt funktioniert, sehen nun aber, dass es gut läuft. Nach kürzester Zeit hatten wir sehr viele Anmeldungen und bekommen positives Feedback von den Webinar-Teilnehmern“, berichtet Thomas Franken, der bei Tesvolt für das internationale Marketing verantwortlich ist. Für die Webinare hat Tesvolt ein eigenes Ton- und Videostudio eingerichtet. Auch Schulungen finden ab sofort digital statt.
„Unsere Kollegen haben einige Nachtschichten eingelegt, um schnell auf digitale Formate umzusteigen. Nur gemeinsam können wir diese Krise meistern “, so Hannemann.
Über Tesvolt
Tesvolt hat sich auf Batteriespeicher für Gewerbebetriebe spezialisiert. Das innovative Unternehmen aus Lutherstadt Wittenberg produziert Stromspeicher mit den modernsten Batteriezellen: prismatische Lithiumzellen von Samsung SDI auf Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide-Basis. Tesvolt Speicher funktionieren mit Niederspannung ebenso wie mit Hochspannung und können an alle Energieerzeuger angeschlossen werden: Sonne, Wind, Wasser, Biogas und Blockheizkraft – On-Grid ebenso wie Off-Grid. Hergestellt werden die Tesvolt Gewerbespeicherlösungen in der ersten Gigafactory für Batteriespeicher Europas am Standort Wittenberg.
Tesvolt wurde u.a. mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“ ausgezeichnet. Für die Off-Grid Stromversorgung einer Avocadofarm in Südwestaustralien erhielt Tesvolt den „The smarter E award“ in der Kategorie „Outstanding projects“ sowie den internationalen Award für ländliche Elektrifizierung (ARE).
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ENERGY STORAGE EUROPE: Neue Speicheranwendungen und Multi-Use auf dem Vormarsch
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ENERGY STORAGE EUROPE: Neue Speicheranwendungen und Multi-Use auf dem Vormarsch
Messe und Konferenzen präsentieren zahlreiche Best Cases
Düsseldorf, 16. Januar 2020. Immer mehr Industrie- und Gewerbezweige entwickeln neue Einsatzmöglichkeiten für Energiespeicher-Systeme, die mehrere Funktionen verbinden. Das zeigen die Bewerbungen für die Konferenzen und das Messeforum im Rahmen der internationalen Fachmesse ENERGY STORAGE EUROPE. Im Rahmen des Events werden vom 10. bis zum 12. März 2020 unter anderem Projekte zur Dekarbonisierung, Sektorenkopplung, Verbesserung der Versorgungssicherheit und zur Kostensenkung vorgestellt.
Pressebilder zum Download: http://www.eseexpo.de/pressefotos
Speicher in Handel, Kunststoffverarbeitung, Metallproduktion und Weinbau
Im kostenfrei zugänglichen Forum der Messe berichten Anwender und Hersteller über zahlreiche Dekarbonisierungsprojekte aus dem Handel, der Kunststoffverarbeitung, der Metallproduktion und dem Weinbau. Dafür kooperiert die ENERGY STORAGE EUROPE mit den Weltleitmessen aus diesen Industriesegmenten.
Die kanadische Hydrogenics stellt das Multi-Use-Projekt „Don Quichote“ vor, bei dem das größte Handelsunternehmen Belgiens mit Hilfe von zwei Elektrolyseuren überschüssige Energie aus lokalen Wind- und Solarenergieanlagen in Wasserstoff umwandelt. Dieser wird dann unter anderem verwendet, um eine öffentliche Wasserstofftankstelle sowie 18 Wasserstoffautos und Gabelstapler zu versorgen. Darüber hinaus erfüllt das Projekt netzdienliche Funktionen.
AEG Power Solutions berichtet über innovative Notstromversorgung mittels eines Batteriespeichers, der die Belüftung eines Galvanik-Prozesses bei einem Automobilzulieferer absichert. Der Speicher ersetzt ein konventionelles Notstrom-Aggregat auf Dieselbasis und ermöglicht eine CO2-neutrale Lösung. Weitere Anwendungen wie etwa ein industrielles Peakshaving sind geplant.
Tobias Jung vom Weingut Jung & Knobloch stellt dar, wie sein Betrieb mit einem innovativen Energiekonzept für mehr Nachhaltigkeit im Weinbau sorgt. Dafür wurde Jung & Knobloch bereits als Leuchtturmbetrieb für Energieeffizienz in der Landwirtschaft ausgezeichnet.
„Die ENERGY STORAGE EUROPE zeigt, dass Speicher ein Impulsgeber für die Dekarbonisierung der Wertschöpfungsketten in zahlreichen Branchen sind. Dafür stehen die erfolgreichen Projekte, die in Düsseldorf vorgestellt werden. Sie zeigen aber auch, wie hilfreich es ist, Hersteller und Planer von Energiespeicher-Systemen von Anfang an in die Projektentwicklung einzubinden. Deswegen arbeiten wir weiter daran, Anwender und Speicherexperten zu vernetzen“, sagt Dr. Andreas Moerke, Leiter der ENERGY STORAGE EUROPE.
Konferenzen liefern fundiertes State-of-the-Art-Wissen
Während das Forum in der Messe-Halle erste Einblicke zu ausgewählten Projekten und Technologien der Aussteller bietet, treffen sich auf der 14. IRES Conference von EUROSOLAR und der 9. ENERGY STORAGE EUROPE Conference Energieexperten aus über 15 Ländern, um sich über Wissenschafts-, Technologie- und Marktthemen auszutauschen. Die Bandbreite der Themen reicht dabei von thermischen und elektrischen Speichern, Power-to-Gas, Flexibilitäts- und Energiesystem-Analyse über Normungsfragen bis hin zu internationalen Märkten.
Über die Energy Storage Europe 2020 | Messegelände Düsseldorf
Die Energy Storage Europe ist die Fachmesse für die globale Energiespeicherindustrie mit Fokus auf Anwendungen und Energiesysteme. Die parallel stattfindenden internationalen Fachkonferenzen bieten das weltgrößte Konferenzprogramm zu allen Energiespeicher-Technologien. Sie umfassen die 9. Energy Storage Europe Conference (ESE) der Messe Düsseldorf und die 14. International Renewable Energy Storage Conference (IRES) von EUROSOLAR e.V. Themenschwerpunkte sind Wirtschaft und Finanzen (ESE) sowie Wissenschaft und Forschung (IRES).
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Elektrischer Bagger mit Caterpillar Basismaschine nutzt ecovolta-Batterien
Pressemitteilung
Elektrischer Bagger mit Caterpillar Basismaschine nutzt ecovolta-Batterien
Neuer elektrisch betriebener Minibagger ermöglicht schadstofffreies und lärmreduziertes Arbeiten an Orten mit hohen Anforderungen an Abgas- und Lärmemissionen. Standardisierte und zertifikatskonforme Akkupacks von ecovolta sparen Zeit für den Umbauer Avesco und Kosten für die Nutzer.
Brunnen/Basel, 14. Januar 2020. Die standardisierten Lithium-Ionen-Traktionsbatterien von ecovolta kommen neu in Minibaggern auf Caterpillar-Basis zum Einsatz. Der Schweizer Batteriesystem-Hersteller hat im Auftrag der Avesco AG ein Fahrzeug auf Grundlage des Modells Cat 301.7 mit Elektroantrieb ausgestattet und wird seine Batteriesysteme für die Serie zuliefern. Der Minibagger, der CO2-freies und geräuscharmes Arbeiten in Innenstädten und an anderen Orten mit restriktiven Schadstoff- und Lärmemissionsgrenzen ermöglicht, wird auf der Fachmesse Swissbau vom 14. bis 18. Januar 2020 in Basel der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Antriebsbatterien von ecovolta kommen bereits in Lastkraftwagen, Transportern, Gabelstaplern und Booten zum Einsatz.
Für die Nutzer bedeutet der elektrische Minibagger weniger Einschränkungen in den Bauarbeiten. Zudem profitieren sie von niedrigeren Betriebskosten. Nach Angaben von Avesco liegen diese bei etwa einem Drittel im Vergleich zu Maschinen mit Verbrennungsmotor. Ein Grund hierfür ist, dass Strom pro Betriebsstunde günstiger ist als Diesel. Dazu kommt, dass der E-Bagger sehr wartungsarm ist. Die wartungsintensiven Teile wie Keilriemen und Motorenölsystem erübrigen sich und der Verschleiss im elektrischen Antrieb ist minimal.
Bis 4 Stunden autonomer Einsatz sowie Nachladen im Betrieb möglich
Das Grundmodell für die neue Baumaschine ist ein Minibagger aus der neuesten Baureihe von Caterpillar, dem Typ Cat® 301.7. Die Abmessungen, Ausstattung und andere Eigenschaften entsprechen der Originalmaschine, die einen Dieselverbrennungsmotor hat. Für die Energiespeicherung wird die evoTractionBattery mit 96 Volt Spannung von ecovolta eingesetzt. Mit der eingesetzten Batteriekapazität kann die Maschine je nach Einsatz 3 – 4 Stunden autonom betrieben werden.
Wenn die gespeicherte Energie auf der Baustelle knapp wird, können die Akkus im laufenden Betrieb über ein Stromkabel an eine 400 oder 230 Volt-Leitung angeschlossen und geladen werden. Der Maschinenführer kann während des Ladens seine Arbeit fortsetzen.
Minibagger leistet Beitrag zur emissionsfreien Baustelle
„Der elektrifizierte Minibagger eignet sich besonders gut für Städte mit hoher Abgas- und Lärmbelastung, aber auch für Bauarbeiten in Wohngegenden, in der Nähe von Krankenhäusern oder wenn nachts gearbeitet werden muss“, sagt Pirmin Reichmuth, Geschäftsführer von ecovolta.
Die Umrüstung von Baggern ist ein Schritt hin zur emissionsfreien Baustelle, an der die Industrie arbeitet. Zurzeit werden noch vor allem Minibagger elektrifiziert. Wegen der einfachen Bauweise der Maschinen und des vergleichsweisen niedrigen Energiebedarfs ist die Umstellung auf Elektroantrieb deutlich einfacher, als es bei grossen Fahrzeugen der Fall ist. Zudem testen die Hersteller hiermit die Akzeptanz elektrisch betriebener Baumaschinen. Mit der standardisierten und zertifikatskonformen Gesamtlösung von ecovolta wird die Umrüstung auf Elektroantrieb erleichtert und beschleunigt. Die Batterien brauchen nicht individuell entwickelt zu werden, und auch für die Zertifizierungskonformität ist schon gesorgt. Das spart Zeit und Kosten in der Entwicklung und ermöglicht es dem Hersteller, seine E-Bagger schnelle und günstiger auf den Markt zu bringen.
Der Minibagger wird ab Frühling 2020 bestellbar sein. Nach der Verwendung in den Baumaschinen können die Akkupacks für Speichersysteme für regenerativ erzeugten Strom wiederverwertet werden.
Pressekontakt ecovolta
Mattias Gienal
Leiter Marketing und Kommunikation ecocoach AG
Tel. +41 41 811 41 41
mattias.gienal@ecocoach.com
Über ecovolta
ecovolta ist ein Schweizer Hersteller von individuell konfektionierten Hochleistungs-Batteriesystemen und eMobility-Lösungen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Elektromobilität. Das proprietäre Bauprinzip von ecovolta ermöglicht die vollautomatische Serienfertigung hochstromfähiger Akkus, die keine aktive Kühlung benötigen. Im eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich werden Batterie- und Antriebslösungen entwickelt und getestet. ecovolta ist eine Division des Technologieunternehmens ecocoach AG und hat seinen Hauptsitz in Brunnen, wo sich auch das Fertigungswerk ecovolta Swissfactory befindet.
https://eco-volta.com
https://ecocoach.com
Pressekontakt avesco
Thomas Wermelinger
Avesco Leiter Kompaktbaumaschinen
Tel. +41 79 934 08 60
thomas.wermelinger@avesco.ch
Über die Avesco AG
Die Avesco AG ist im Investitionsgüterbereich tätig und Schweizer Marktführerin im Bereich der Baumaschinen. Der Kundendienst steht dabei im Zentrum aller Aktivitäten. Als innovatives und auf höchste Qualität bedachtes Unternehmen arbeitet die Avesco AG mit Handelsprodukten, die unbestritten zu den Führenden auf dem Weltmarkt gehören. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit über 145-jähriger Geschichte ist immer in Aufbruch und Weiterentwicklung.
Klimaschutz durch Energiespeicherung im Fokus der Konferenzen zur ENERGY STORAGE EUROPE 2020
Pressemitteilung
Klimaschutz durch Energiespeicherung im Fokus der Konferenzen zur ENERGY STORAGE EUROPE 2020
Keynotes von Bosch, Salzgitter AG und Weltbank verknüpfen Klimapolitik und Wirtschaft
Düsseldorf, 11. Dezember 2019 – Der Klimaschutz und die Dekarbonisierung von Wertschöpfungsketten mit Hilfe von Energiespeichern und Erneuerbaren Energien sind Fokusthemen der 14. IRES Conference von EUROSOLAR und der 9. ENERGY STORAGE EUROPE Conference. Die Doppelkonferenz findet vom 10.- 12. März 2020 parallel zur Fachmesse ENERGY STORAGE EUROPE Expo in Düsseldorf statt. Die IRES Conference ist die weltgrößte und bedeutendste wissenschaftliche Speicherkonferenz. Weitere Informationen zum Programm und Konferenztickets zum zeitlich begrenzten Early Bird Tarif gibt es unter www.eseexpo.de/konferenz
Keynotes zu Strategien, Managementansätzen, Verfahren und Technologien
Die Doppelkonferenz 2020 stellt die Praxisnähe in den Mittelpunkt. Dr. Christian Fischer, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, spricht in der Session „Linking Climate Protection and Business: The CEO’s View“ darüber, was sein Unternehmen tut, um 2020 weltweit CO2-neutral zu sein. Matthias W. Send vom Energieversorger ENTEGA AG steuert seine Sicht bei. Dr. Volker Hille, Leiter Corporate Technology bei der Salzgitter AG, wird einer anderen Key Note berichten, wie das Unternehmen mit Hilfe von Windstrom und Wasserstoff seine CO2-Emissionen senken möchte. In der Session „International Markets“ präsentiert Rory McCarthy von der internationalen Unternehmensberatung Wood Mackenzie Ergebnisse der Modellierung des Flexibilitätsbedarfes zentraler europäischer Energiemärkte.
„Die kommende Konferenz baut eine Brücke zwischen dem Diskurs rund um den Klimaschutz und der Unternehmensführung, ein höchst spannendes und relevantes Themenfeld insbesondere für die Managementebene“, sagt Dr. Andreas Moerke, seit diesem Jahr Leiter der ENERGY STORAGE EUROPE. „Die Teilnehmer erwartet in Düsseldorf auch ein umfassendes, wissenschaftliches Programm im Rahmen der IRES, und die Vertreter von Speicherherstellern treffen sich nicht zuletzt auf den Workshops des Bundesverbandes Energiespeicher.“
Professor Peter Droege, EUROSOLAR-Präsident und Vorsitzender des Organisationsgremiums der IRES, stellt fest: „Wir freuen uns, dass 2020 fast 150 ausgewählte deutsche und internationale SpitzenexpertInnen aus knapp 20 Ländern in über 22 verschiedenen thematischen Sessions ihre frischen Erkenntnisse und Innovationen vorstellen werden. Die ESE und die IRES haben eine große gesellschaftliche und wirtschaftliche Brisanz: ohne schnellsten Umstieg auf erneuerbare Energien ist die Klimastabilisierung undenkbar. Weltweit sind Investoren und Betriebe schon aus rein wirtschaftlichen Überlegungen auf dem richtigen Weg. Speichersysteme sind die Voraussetzung für die regenerative Welt.“
Alle Speichertechnologien unter einem Dach
Die Konferenzen behandeln in ihren Sessions erneut eine große Bandbreite elektrischer und thermischer Speichertechnologien sowie zahlreiche effektive Speicher- und Dekarbonisierungsprojekte. Thermische Speicher, die Sektorenkopplung, das Thema Wasserstoff und erfolgreiche Konzepte und Geschäftsmodelle mit Speichernutzung bilden ebenfalls eigene Schwerpunkte.
In Kooperation mit der IRES veranstaltet die Energieagentur NRW zudem eine deutschsprachige Vortragsreihe zum Thema „Strukturwandel – Wie sehen die Energiereviere der Zukunft aus und welche Rolle spielen Speicher?“
DHYBRID präsentiert neue Speicherlösungen für Hybridkraftwerke und Microgrids
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DHYBRID präsentiert neue Speicherlösungen für Hybridkraftwerke und Microgrids
Unterbrechungsfreie Stromversorgung für klimatisch anspruchsvolle Regionen
München, 10. Dezember 2019 – Der Spezialist für Hybridkraftwerke DHYBRID ergänzt sein Hard- und Softwareportfolio um Lithium-Ionen-Speicherlösungen, die für Microgrids optimiert sind. Die neuen Speicher arbeiten nahtlos mit der Universal Power Platform (UPP) von DHYBRID zusammen, die in lokalen Stromnetzen das Zusammenspiel von Solaranlagen, Speichern und Dieselgeneratoren steuert. Im Zusammenspiel mit der UPP ermöglichen die Speichersysteme eine echte, unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Diese wird beispielsweise benötigt, wenn Computer oder medizinische Geräte auch bei einer Netzstörung nicht ausfallen dürfen. Damit unterscheidet sich die Lösung von einer herkömmlichen speichergestützten Notstromversorgung, die kurze Unterbrechungen aufweisen kann.
Pressebilder zum Download: https://www.dhybrid.de/de/presse-artikel/dhybrid-praesentiert-neue-speicherloesungen-fuer-hybridkraftwerke-und-microgrids
Spezielle Anforderungen für Speicher in hybriden Microgrids
Hybride Microgrids müssen im Gegensatz zu konventionellen Energiesystemen in der Lage sein, nahtlos zwischen verschiedenen Energiequellen umzuschalten. Solche Wechsel können auch die Master-Slave-Rollenverteilung im Energiesystem verändern. Sie stellen zudem besondere Anforderungen an die Systemsteuerung sowie weitere Komponenten wie etwa den Batteriewechselrichter.
„Wir konfigurieren unsere Speichersysteme für jedes Projekt individuell, um sie für das jeweilige Microgrid zu optimieren. Dafür nutzen wir Daten aus über 70 Projekten, die unser Team in mehr als 20 Ländern realisiert hat. Die UPP orchestriert die Komponenten im System und gewährleistet die nötige Flexibilität sowie die technologische Offenheit“, so DHYBRID-CEO Benedikt Böhm.
Individuell konfigurierbare Komplettlösung
Die neuen Speicherlösungen werden in klimatisierten 10, 20 und 40 Fuß-Containern installiert und können durch ein SCADA-System mit VPN-Zugang nahtlos überwacht werden. Damit sind sie besonders dafür geeignet, die Versorgungssicherheit in netzfernen und klimatisch anspruchsvollen Gebieten sicherzustellen. Die Kapazität liegt zwischen 100 kWh und mehreren MWh, die Lade- und Entladerate bei bis zu 2C.
Je nach benötigter Leistung und Anwendungsbereich werden Li-Ionen-Qualitätszellen von Anbietern wie Samsung oder LG eingesetzt, die auch das Batteriemanagement bereitstellen. Das sorgt die bestmögliche und sichere Steuerung der Batteriezellen und -module in allen Betriebszuständen. Auch der integrierte Batteriewechselrichter wird für jedes Projekt spezifisch geplant und konfiguriert.
Erfolgreicher Einsatz in Afrika
Das neue Speichersystem ist unter anderem im südafrikanischen Krüger Nationalpark im Einsatz. Mit einer Kapazität von 1 Megawattstunde und im Zusammenspiel mit drei Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 300 kW sowie einem 150 kVA Dieselgenerator versorgt es dort das Microgrid der Cheetah Plains Lodge mit dreiphasigem Strom. Die Universal Power Platform (UPP) von DHYBRID überwacht und steuert alle wichtigen Netzparameter und sorgt für einen automatischen Betrieb der Anlage. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit Blockpower realisiert, dem regionalen Partner von DHYBRID für die Region südliches Afrika.
Über DHYBRID
DHYBRID ist ein spezialisierter, internationaler Lösungsanbieter von erneuerbaren und hybriden Energiesystemen für Inseln, Industrie und Versorgungsunternehmen mit Hauptsitz in München. Das Unternehmen bietet schlüsselfertige Lösungen und individuelle Steuerungssysteme für hybride Energieprojekte an. DHYBRID kombiniert die konventionelle Energieversorgung durch Dieselgeneratoren oder instabile Versorgungsnetze mit erneuerbaren Energiesystemen und Speichertechnologien – perfekt gesteuert und umfassend visualisiert.
Pressekontakt
Marja Anacker
Tel: +49 89 899 481-112
Mail: m.anacker@dhybrid.de
ecovolta liefert Batteriesystem für „Boot des Jahres“
Pressemitteilung
ecovolta liefert Batteriesystem für „Boot des Jahres“
Vollholz-Motorboot nutzt standardisierte Lithium-Ionen-Traktionsbatterien
Brunnen/Schwyz, 14.11.2019 – Auf der Genua Boot Schau, der größten Bootsausstellung im Mittelmeer-Raum, wurde das vollelektrische Motorboot „Ernesto“ der traditionsreichen Ernesto Riva Werft als „Boot des Jahres“ in der Kategorie Motorboot ausgezeichnet. Das rund acht Meter lange Boot aus Vollholz verbindet ein elegantes, minimalistisches Design mit nachhaltigen Materialien und einem modernen emissionsfreien Antrieb. Die standardisierten und zertifizierungskonformen Lithium-Ionen-Traktionsbatterien stammen von ecovolta, einem Schweizer Hersteller von individuell konfektionierten Hochleistungs-Batteriesystemen und eMobility-Lösungen.
Die Genua Boot Schau ist eine der weltweit führenden maritimen Ausstellungen. An dem Wettbewerb, der in den Kategorien Motorboot, Segelboot, Schiffe, Mehrrumpfboote und Schlauchboote ausgelobt wird, hat die Ernesto Riva Werft mit ihrer jüngsten Entwicklung teilgenommen. Das 1771 gegründete Unternehmen mit Sitz am Comer See ist dafür bekannt, dass es den Holzbootbau laufend weiterentwickelt. Bei dem nun prämierten Motorboot war das Ziel nicht weniger als eine Revolution im Bootsbau in Richtung Nachhaltigkeit und Umweltschutz.
Der elektrische Antrieb leistet einen Beitrag zum maritimen Klimaschutz. Er reduziert Lärm und Abgase auf dem Gewässer und ermöglicht sportliches Fahren mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten. Der bürstenlose Motor (Elektromotor ohne Kohlebürsten) wird mit Lithium-Ionen-Batterien (Li-NMC) mit (4×15 kWh = 60 kWh) Speicherkapazität angetrieben. Die Traktionsbatterien mit integriertem Batteriemanagementsystem stammen von ecovolta. Die „evoTractionBattery“ von ecovolta ist als Gesamtlösung zertifizierungskonform und kann innerhalb weniger Stunden eingesetzt und konfiguriert werden.
„Dank unseres standardisierten Batteriesystems konnte die Ernesto Riva Werft eine erste Kleinserie ihres neuen Elektrobootes mit hochwertigen, zertifikatskonformen Hochleistungsbatterien wirtschaftlich auf den Markt bringen“, sagt Paul Hauser CTO bei Ecovolta.
Auch bei den Materialien stand der Umweltschutz im Mittelpunkt. Hochwertige Hölzer wie Zedernholz, Douglasie und Mahagoni stammen aus nachhaltigem Anbau und garantieren eine lange Lebensdauer. Für den Anstrich werden naturbelassene Farben verwendet.
Die Auszeichnung „Boot des Jahres“ auf der Genua Boot Show wird von der Zeitschrift „Vela e Motore“ und dem italienischen nautischen Branchenverband UCINA – Confindustria Nautica ausgelobt.
Über ecovolta
ecovolta ist ein Schweizer Hersteller von individuell konfektionierten Hochleistungs-Batteriesystemen und eMobility-Lösungen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Elektromobilität. Das proprietäre Bauprinzip von ecovolta ermöglicht die vollautomatische Serienfertigung hochstromfähiger Akkus, die keine aktive Kühlung benötigen. Im eigenen Forschungs- und Entwicklungsbereich werden Batterie- und Antriebslösungen entwickelt und getestet. ecovolta ist eine Division des Technologieunternehmens ecocoach AG und hat seinen Hauptsitz in Brunnen, wo sich auch das Fertigungswerk ecovolta Swissfactory befindet.
https://eco-volta.com
https://ecocoach.com
Über die Werft Ernesto Riva
Die Wurzeln der Werft Ernesto Riva reichen bis in das Jahr 1771 zurück und liegen in Laglio am Comer See. Die Werft widmet sich seit jeher dem Bau verschiedener Bootstypen, die unter anderem von Fischern und Händlern genutzt werden. Heute kombiniert die Ernesto Riva Werft die Geheimnisse des traditionellen Bootsbaus geschickt mit den innovativsten Arbeitsmethoden. Das Ziel liegt dabei stets darin, Exzellenz in Design und Materialqualität zu erreichen, ohne die Umwelt aus den Augen zu verlieren.
https://cantiereernestoriva.it/
Pressekontakt ecovolta
Mattias Gienal
Tel. +41 41 811 41 41
Email: mattias.gienal@ecocoach.com
Dunkelflauten werden durch gutes Stromsystem-Design beherrschbar
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Dunkelflauten werden durch gutes Stromsystem-Design beherrschbar
Experten erläutern auf dem Forum Neue Energiewelt, warum die Versorgungssicherheit auch bei wenig Wind- und Solarstrom im Netz nicht gefährdet ist
Berlin, 14. November 2019 – Zu wenig Wind- und Solarstrom im Netz, weil kein Wind weht und die Sonne nicht scheint: Das könne zu Versorgungslücken führen, schüren Kritiker Ängste. Doch ist dies wirklich eine Gefahr in Deutschland? Wie sieht es heute aus und wie, wenn 70 Prozent und mehr regenerativer Strom im Netz sind? „Wir brauchen keine Angst vor Dunkelflauten zu haben“, betont Julia Badeda, die mehrere Jahre zu energiewirtschaftlichen Fragen an der RWTH Aachen geforscht und sich intensiv mit Studien zu Dunkelflauten beschäftigt hat. „Sonnen- und windarme Zeiten sind berechenbar und unsere Stromversorgung kann heute und in Zukunft sichergestellt werden. Allerdings ist dafür ein adäquates Stromsystem-Design notwendig, das schon jetzt konsequent auf den Ausbau von Photovoltaik und Windenergie setzt und dementsprechend konzipiert sowie zügig umgesetzt wird.“
Auf der Fachkonferenz Forum Neue Energiewelt am 21./22. November 2019 in Berlin wird Julia Badeda, Expertin für Speichertechnik, einen Impulsvortrag zum Thema Dunkelflaute halten, der unter anderem auf der Arbeit des wissenschaftlichen Mitarbeiters am Forschungszentrum Jülich Robin Beer basiert.
Dunkelflaute oder kalte Dunkelflaute
Badeda plädiert dafür, zunächst einmal eine Begriffsklärung vorzunehmen. Eine Dunkelflaute wird häufig als eine Zeitspanne beschrieben, in der es gleichzeitig wenig Sonnenlicht und wenig Wind gibt. Die „kalte Dunkelflaute“ bezeichnet hingegen das längerfristig geringe Angebot an PV- und Windstrom bei niedrigen Außentemperaturen und gleichzeitig hoher Nachfrage nach Elektrizität, die zusätzlich zum Heizen benötigt wird.
„Wir müssen zunächst klären, von welchen Zeitspannen wir sprechen und ob diese schon systemkritisch sind, es also überhaupt eine problematische Untererzeugung gibt“, führt Badeda aus.
Bei dem derzeitigen Ausbau der Photovoltaik und Windenergie in Deutschland könnten Dunkelflauten problemlos mit der existierenden Kraftwerksleistung beherrscht werden, so die Energie-Expertin. Für die zukünftige Auslegung sollte die Systemgrenze aus ökonomischen Gründen immer im europäischen Verbund gedacht werden. Deutschland könne die Erneuerbaren aber bereits im aktuellen Verbund konsequent und schnell ausbauen.
In einem zukünftigen Energiesystem mit einem deutlich höheren Anteil der fluktuierenden Erneuerbaren Energien im Stromnetz – Badeda nennt hier Anteile ab 70 Prozent – müssten die Zeiträume für mögliche Dunkelflauten bewertet werden, indem der dann bestehende Windturbinen- und PV-Mix in die Überlegungen einfließt. Darüber hinaus würden die Großwetterlagen in Europa eine zunehmende Rolle spielen. Zusätzlich müssten auch Klimaveränderungen und Auswirkungen der Sektorkopplung betrachtet werden. „Die Antworten darauf ergeben die relevante Größe und Art der benötigten technischen Einheiten für Flexibilisierung des Systems und die Zusammensetzung des Kraftwerksparks“, fährt Badeda fort.
Dieser müsste aus verschiedenen Anlagentypen bestehen, zu denen auch hochflexible Gaskraftwerke zählen. „Und wir brauchen einen deutlich höheren Zubau an Wind- und Photovoltaikanlagen“, so Badeda. „In der Summe werden wir eine Überproduktion benötigen, und diese für die saisonale Speicherung nutzen.“ Für die Langzeitspeicherung käme zum Beispiel Wasserstoff in Frage. „Die technologischen Lösungen sind vorhanden, sie müssen nur konsequent und ohne eingefahrene regulatorische Hürden implementiert werden.“
Darüber hinaus plädiert die Energie-Expertin, im europäischen Kontext zu denken und die hier zur Verfügung stehenden, flexiblen Kapazitäten zu berücksichtigen. „In dem großen geographischen Raum ist es wesentlich unwahrscheinlicher, dass Sonne und Wind gleichzeitig zu wenig Energie liefern. Damit wird auch die Wahrscheinlichkeit von Dunkelflauten deutlich reduziert.“ In dem Zusammenhang könne auch das EU-weite Netz ausgebaut werden, um die Herausforderung kosteneffizienter zu meistern.
Grundsätzlich plädiert Badeda für mehr Vertrauen in die dezentrale Energieversorgung und die Digitalisierung. Dadurch werde es möglich sein, auch kleinere Einheiten schnell und flexibel zu steuern. „Die Umwandlung des Energiesystems ist industriepolitisch eine große Chance. Wir sollten jetzt alle Hebel, die wir haben, sinnvoll einsetzen, um ein funktionierendes Stromsystem-Design unter Berücksichtigung des gesamteuropäischen Kontextes zu entwickeln und nicht auf dem Status-quo verharren, weil er uns jetzt bequemer erscheint.“
Der Vortrag von Julia Badeda ist ein Diskussionsbeitrag zu dem erfolgreichen Umbau des Energiesystems auf dem Forum Neue Energiewelt. Die Leitkonferenz der neuen Energiewelt am 21./22. November 2019 im Hotel Maritim Proarte bietet Akteuren aus der Energiebranche, Politik und Kommunen die Möglichkeit, sich zu vernetzen und über das künftige Energiemarkt-Design zu informieren.
Mehr Informationen: www.forum-neue-energiewelt.de/
Energiespeicher im Handel: Energy Storage Europe baut Messekooperationen aus
Pressemitteilung
Energiespeicher im Handel: Energy Storage Europe baut Messekooperationen aus
Düsseldorf, 13. November 2019. Die Energiespeicher-Messe Energy Storage Europe (ESE) kooperiert künftig mit der weltweit führenden Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels, EuroShop. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden Handelsunternehmen darüber informiert, wie sie mit dem Einsatz von Speichersystemen Energiesparmaßnahmen umsetzen, damit Wettbewerbsvorteile erzielen und sich für Klimaschutz engagieren können. So baut die ESE die im Vorjahr gestartete Anwender-Initiative aus, welche auch die Zusammenarbeit mit den Weltleitmessen für Metallurgie und Gießereitechnik, GNTM, und der Weltleitmesse für Wein und Spirituosen, ProWein, umfasst. Die kommende Energy Storage Europe findet vom 10. bis zum 12. März 2020 in Düsseldorf statt.
Bilder zum Download: www.eseexpo.de/pressefotos
„Unsere Analysen haben gezeigt, dass viele gewerbliche Anwender aus Handel, Metallindustrie und Weinbau Speicher bisher noch nicht als integrierten Teil ihres Energiesystems sehen und damit Potentiale für Energieeffizienz und Klimaschutz ungenutzt lassen“, so Dr. Andreas Moerke, der seit Mitte 2019 die Energy Storage Europe leitet und davor Geschäftsführer der Messe Düsseldorf Japan war. „Durch die Kooperationen mit den führenden Messen dieser Branchen können wir tausenden Unternehmen zeigen, welchen Beitrag Energiespeicher für den Klimaschutz leisten können. Wir werden in den kommenden Monaten die zahlreichen Kunden dieser Messen ansprechen und auf der ESE mit Anbietern von Energiesystemen zusammenbringen.“
Interesse an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wächst
Ressourcen- und Energieeffizienz sorgen für Kostensenkungen und entwickeln sich zu wichtigen Wettbewerbsvorteilen. Dabei macht der Strom häufig den Löwenanteil des Energiebedarfs aus. Das betrifft nicht nur energieintensive Industrien wie Gießereien, sondern auch den Handel mit Lebensmitteln. Untersuchungen haben gezeigt, dass in diesen Segmenten mehr als 80 Prozent der Energie in Form von Strom genutzt werden. Parallel steigen die Stromkosten – im Falle der Gießereien sogar um 42% in den letzten 5 Jahren, so der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V.
Da ein großer Teil des Stroms wiederum in die Wärme- und Kälteerzeugung fließt, werden auch industrielle Wärmespeicher-Technologien zunehmend wichtiger. Sie spielen auf der ESE erneut eine zentrale Rolle und werden sowohl auf der Messe mit einem eigenen Bereich als auch auf den parallel stattfindenden Konferenzen thematisiert.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung der Ressourcen- und Energieeffizienz hat die Messe Düsseldorf bereits Initiativen wie ecoMetals für die Metallindustrie ins Leben gerufen. Sie zeichnet besonders engagierte Unternehmen aus und stellt sie bei einem Messerundgang vor. Auf der EuroShop werden auf der Sonderfläche ECOpark intelligente Lösungen rund um Energiethemen im Einzelhandel vorgestellt. Durch die neue Kooperation von EuroShop und ESE werden 2020 im ECOpark auch Energiespeicherlösungen und ihr Beitrag für Klimaschutz und Kostensenkung im Handel prominent thematisiert.
Angebote für Anwender auf der Energy Storage Europe
Auf der Energy Storage Europe wird es für Vertreter aus dem Handel, der Metallindustrie und der Weinbranche Informationsangebote geben, die über die Funktionen von Speichern im Rahmen von Klimaschutz- und Dekarbonisierungs-Strategien informieren. Zusätzlich wird die Messe Anbietern von Speichersystemen die Möglichkeit geben, ihre Produkte und Lösungen potenziellen Anwendern vorzustellen.
Über die Energy Storage Europe 2020 | Messegelände Düsseldorf
Die Energy Storage Europe ist die Fachmesse für die globale Energiespeicherindustrie mit Fokus auf Anwendungen und Energiesysteme. Die parallel stattfindenden internationalen Fachkonferenzen bieten das weltgrößte Konferenzprogramm zu allen Energiespeicher-Technologien. Sie umfassen die 9. Energy Storage Europe Conference (ESE) der Messe Düsseldorf und die 14. International Renewable Energy Storage Conference (IRES) von EUROSOLAR e.V. Themenschwerpunkte sind Wirtschaft und Finanzen (ESE) sowie Wissenschaft und Forschung (IRES).
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Tesvolt Stromspeicher senkt Energiekosten in Fischzucht
Pressemitteilung
Tesvolt Stromspeicher senkt Energiekosten in Fischzucht
Über 150.000 Euro Einsparung pro Lachs-Generation
Wittenberg, 12. November 2019: Das norwegische Fischzuchtunternehmen Kvarøy nutzt einen Großspeicher von Tesvolt auf seiner Lachsfarm vor der Insel Selsøyvær im Nordmeer. Auf der schwimmenden Arbeitsplattform reduzieren die Lithium-Akkus mit einer Gesamtspeicherkapazität von 158 Kilowattstunden (kW) die Betriebszeit der Dieselgeneratoren von 24 auf nur drei Stunden am Tag. Bei der Aufzucht einer Lachsgeneration, die etwa 18 Monate dauert, spart das Unternehmen so zwischen 150.000 und 200.000 Euro ein und reduziert den CO2-Ausstoß. Das Batteriesystem hat der deutsche Gewerbespeicher-Hersteller Tesvolt zusammen mit seinem norwegischen Partnerunternehmen Kverneland Energi individuell für die Anforderungen auf der Fischfarm entwickelt, zugeliefert und installiert.
Pressebilder finden Sie hier: www.tesvolt.com/de/presse/tesvolt-stromspeicher-senkt-energiekosten-in-fischzucht.html
Stromspeicher halbiert Dieselverbrauch
Kvarøy, ein Familienunternehmen in dritter Generation, hat sich die nachhaltige Fischzucht auf die Fahnen geschrieben. Dabei ist der hohe Dieselverbrauch beim Betrieb der Fischfarm und der Fütterungsanlagen eine wesentliche Stellschraube. Auf der verankerten Beton-Plattform sind zwei große und ein kleiner Dieselgenerator in Betrieb. Mindestens einer muss ständig laufen, da es an Bord keinen Stromanschluss gibt. Gleichzeitig schwankt der Strombedarf im Laufe eines Tages stark: Zu Fütterungszeiten benötigen die Anlagen viel Energie, in anderen Zeiten brennt nur das Licht auf dem etwa 20 mal 20 Meter großen antrieblosen Schiff. Durch die langen Laufzeiten und die schlechte Verbrennung des Diesels in den Generatoren war jede Kilowattstunde Strom mit erheblichen Kosten verbunden. Zudem hielt ein Großteil des Diesels den Motor nur warm, während ein geringer Anteil für den Antrieb der Anlage verwendet wurde. Dazu kommt, dass der Brennstoff mit Booten zur Lachsfarm transportiert werden muss, was zusätzliche Energie benötigt und Kosten verursacht.
Für den außergewöhnlichen Einsatzort entwickelten Tesvolt und Kverneland Energi eine Speziallösung. Das Batteriesystem mit 120 kW Spitzenleistung kann per Internet von Land aus überwacht und gesteuert werden. Die Leistungselektronik von Siemens steuert alle Energieflüsse auf der Arbeitsplattform vollautomatisch und versorgt alle Verbraucher mit Strom. Ein Dieselgenerator erzeugt im Volllastbetrieb Strom für die Akkus. Mit dem Batteriestrom werden die elektrischen Verbraucher versorgt. Erst wenn der Ladezustand niedrig ist, wird der Generator zugeschaltet und die Akkus wieder aufgeladen. Durch das Batteriesystem kann der Gesamtdieselverbrauch auf der Fischfarm um bis zu 60 Prozent reduziert werden.
„Tesvolt Batteriespeicher sind die einzigen auf dem Markt, die zweimal am Tag voll be- und entladen werden können und trotzdem eine hohe Lebensdauer haben“, beschreibt Jonas A Kverneland, technischer Leiter von Kverneland Energi, das Ergebnis seiner Marktrecherche. „Viele Anbieter erlauben nur eine Be- und Entladung des Stromspeichers pro Tag, das hätte für die Lachsfarm nicht funktioniert.“
Ölwechsel zwei Mal jährlich anstatt monatlich
Zu der Kostenersparnis trägt auch bei, dass das Team von Kvarøy das Öl für die Dieselgeneratoren nicht mehr monatlich, sondern nur noch zwei Mal im Jahr wechseln muss. Ein Ölwechsel dauert einen Tag und kostet bis zu 1.000 Euro. Das heißt, das Unternehmen spart nun zehn Arbeitstage und 10.000 Euro pro Jahr beim Ölwechsel ein.
„Der stark gesunkene Verbrauch von Diesel ist ein Beitrag zum Klimaschutz und zu möglichst sauberen Gewässern“, sagt Jonas A Kverneland. Das ist auch der norwegischen Regierung ein großes Anliegen. Sein Kunde wiederum freut sich: „Wir haben den Akku gekauft, installiert und vergessen. Er läuft von selbst und ist völlig wartungsfrei“, so Gjermund Olsen, einer der Geschäftsführer von Kvarøy.
Weniger Lärm und Abgase
Seine Mitarbeiter, die im Schnitt einmal die Woche zu Wartungsarbeiten auf die Plattform kommen, haben keinerlei zusätzliche Arbeit durch das neue Energiesystem. Im Gegenteil, sie profitieren von angenehmeren Arbeitsbedingungen. Dadurch dass die Dieselgeneratoren nur noch selten laufen, gibt es weniger Lärm, Abgase und Vibration auf der Fischfarm.
Weitere Informationen
Tesvolt: www.tesvolt.com/de
Kverneland Energi: www.kvernelandenergi.no
Kvarøya: www.kvaroyfiskeoppdrett.no/en
Über Tesvolt
TESVOLT hat sich auf Batteriespeicher für Gewerbebetriebe spezialisiert. Das innovative Unternehmen aus Lutherstadt Wittenberg produziert Stromspeicher mit den modernsten Batteriezellen: prismatische Lithiumzellen von Samsung SDI auf Nickel-Mangan-Cobalt-Oxide-Basis. TESVOLT Speicher funktionieren mit Niederspannung ebenso wie mit Hochspannung und können an alle Energieerzeuger angeschlossen werden: Sonne, Wind, Wasser, Biogas und Blockheizkraft – On-Grid ebenso wie Off-Grid. Hergestellt werden die TESVOLT Gewerbespeicherlösungen in der ersten Gigafactory für Batteriespeicher Europas am Standort Wittenberg.
TESVOLT wurde 2018 mit dem Deutschen Gründerpreis in der Kategorie „Aufsteiger“ ausgezeichnet. Für die Off-Grid Stromversorgung einer Avocadofarm in Südwestaustralien erhielt TESVOLT den „The smarter E award“ in der Kategorie „Outstanding projects“ sowie den internationalen Award für ländliche Elektrifizierung (ARE).
Pressekontakt
Vera Neuhäuser
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Forum Neue Energiewelt: Strommarktmodell belegt Defizite von Klimapaket und Gesetzgebung
Pressemitteilung
Forum Neue Energiewelt: Strommarktmodell belegt Defizite von Klimapaket und Gesetzgebung
Energy Brainpool erläutert auf Forum Neue Energiewelt, wie das CO2-Reduktionsziel im Klimaschutzprogramm 2030 durch EEG-Umbau und Ausbau von PPA-Modellen erreicht werden kann.
Berlin, 8. Oktober 2019: Um die CO2-Reduktionsziele im Klimaschutzprogramm 2030 zu erreichen, ist entweder ein Umbau des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) oder ein deutlicher Zubau von Anlagen mit Power Purchase Agreements (PPA), also langfristigen Stromlieferverträgen, nötig. Dies ist das Ergebnis des auf das Klimapaket angewandten Strommarktmodells von Energy Brainpool. „Ein Anteil von 65 Prozent Erneuerbare Energien am Bruttostromverbrauch im Jahr 2030 ist nicht zu schaffen, wenn der Windenergie- und Photovoltaik-Zubau mit den Ausbaupfaden des EEG 2017 gesteuert wird und gleichzeitig die Sektoren Wärme und Mobilität elektrifiziert werden“, resümiert Carlos Perez Linkenheil, Senior Expert bei dem Berliner Analyse- und Beratungsunternehmen und verantwortlich für die Studie. Auf dem Forum Neue Energiewelt, der Leitkonferenz der neuen Energiewelt, am 21. und 22. November 2019 in Berlin, wird er die Analyse und Empfehlungen am Donnerstag, dem 21. November um 15.15 Uhr vorstellen.
In ihrem Strommarktmodell haben die Energie-Experten den Markt mit den Vorgaben aus dem am 20. September 2019 veröffentlichten Klimaschutzprogramm simuliert. „Mit 65 Prozent Erneuerbaren kann der CO2-Ausstoß im Energiesektor auf 175 bis 183 Millionen Tonnen im Jahr 2030 reduziert werden. Damit wäre das CO2-Reduktionziel erreicht“, sagt Perez Linkenheil. „Allerdings ist dafür ein sehr hoher Anlagenzubau erforderlich.“ Hierfür gibt es laut Energy Brainpool zwei Möglichkeiten.
Lösung auf politischer Ebene: Umbau des Erneuerbare-Energien-Gesetzes
Auf politischer Ebene könnte das EEG angepasst werden, indem die anvisierten Zubaumengen pro Jahr angehoben werden. Laut Strommarktmodell müssten ab dem zweiten Halbjahr 2019 bis 2030 Onshore-Windenergieanlagen mit einer Netto-Kapazität von 28,39 Gigawatt (GW) neu errichtet werden – ohne Berücksichtigung des Anlagenrückbaus, der nach Auslaufen der EEG-Vergütung stark zunehmen wird. Die Netto-Gesamtleistung muss laut Strommarktmodell im Jahr 2030 bei 81,5 GW liegen. Zum Vergleich: Ende 2018 lag die installierte Gesamtleistung an Onshore-Windenergieanlagen in Deutschland bei knapp 53 GW. Der momentan vorgesehene Zubaukorridor ab 2020 beträgt 2,9 GW brutto im Jahr. Wobei der genannte Netto-Zubau nochmals schwieriger zu erreichen ist.
„Bei der Onshore-Windenergie haben wir jetzt schon eine starke Unterdeckung. Die Zuschläge in den Ausschreibungen zeigen, dass schon heute die Zubauziele nicht erreicht werden“, so Perez Linkenheil. „Deshalb müssen auch die Genehmigungsverfahren erleichtert werden. Mit den langwierigen Verfahren haben wir jetzt schon einen Genehmigungsstau und stagnierenden Zubau.“ Die neue Abstandsregelung im Klimaschutzprogramm werde die Situation nicht verbessern.
Weiterhin müssen laut Energy Brainpool ab Juli 2019 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Netto-Kapazität von 12,9 GW bis 2030 zugebaut werden. In der Summe sollte es dann eine Netto-Leistung von 20 GW sein, was in etwa einer Verdreifachung entspricht. In dem Klimapaket wurde das Zubauziel bereits von 15 auf 20 GW angehoben.
Darüber hinaus ist laut Energy Brainpool ab Ende 2018 ein Photovoltaik-Zubau mit einer Netto-Gesamtleistung von 40,8 GW bis 2030 notwendig, so dass in dem Jahr PV-Anlagen mit einer Leistung von 86,1 GW Strom liefern. Bis Ende 2018 waren PV-Anlagen mit einer Leistung von 45,9 GW am Netz. Aktuell sind 1,9 GW PV-Zubau im Jahr vorgesehen.
Lösung auf marktwirtschaftlicher Ebene: Ausbau von PPA-Modellen
Die zweite Möglichkeit, um das CO2-Reduktionsziel zu erreichen, ist die marktwirtschaftliche Variante über Power-Purchase-Agreements (PPA). „Die Preise für diesen Strom müssen hoch genug sein, damit die langfristigen Stromlieferverträge wirtschaftlich attraktiv sind“, betont Perez Linkenheil. Die Stellschraube hierfür ist der europäische CO2-Preis (CO2 European Emission Allowance). „Nur dieser CO2-Preis hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Strompreise.“ Die CO2-Preise im Non-ETS-Sektor, wie sie im Klimapaket stehen, seien lediglich ein Anreiz, um gewisse Maßnahmen zu ergreifen. „Am sinnvollsten und zielführendsten wäre es, wenn beide Wege beschritten werden: der Umbau des EEGs und ein großer PPA-Ausbau“, fasst Perez Linkenheil zusammen.
Das Klimaschutzprogramm 2030 und seine Auswirkung auf die Erneuerbare Energien-Märkte wird ein Thema auf dem 20. Forum Neue Energiewelt am 21./22. November 2019 im Hotel Maritim proArte in Berlin sein. Auf Deutschlands Leitkonferenz für die innovative Energiewirtschaft stehen die neuen Herausforderung der Energiewelt und konkrete Lösungen im Mittelpunkt. In zahlreichen Sessions, Vorträgen und Workshops werden politische Konzepte, Geschäftsmodelle und Innovationen auf den Prüfstand gestellt und diskutiert.
https://www.forum-neue-energiewelt.de/
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DHYBRID & Blockpower liefern autarkes Energiesystem für Luxuslodge im Krüger Nationalpark
Pressemitteilung
DHYBRID & Blockpower liefern autarkes Energiesystem für Luxuslodge im Krüger Nationalpark
Microgrid mit Solarstrom-Anlage und Batteriespeicher sorgt für stabile und umweltfreundliche Energie
Gauting, 1. Oktober 2019 – Die Off-Grid-Experten DHYBRID und Blockpower haben die Cheetah Plains Lodge im weltberühmten, südafrikanischen Krüger Nationalpark mit einer umweltfreundlichen und unabhängigen erneuerbaren Energieversorgung ausgestattet. Das System nutzt drei Solaranlagen mit insgesamt 895 Photovoltaik-Modulen sowie einen Lithium-Ionen Batteriespeicher mit einer Megawattstunde Kapazität. Ein ebenfalls in das Netz integrierter Dieselgenerator wird nur in Zeiten mit schwacher Sonneneinstrahlung hinzugeschaltet, um den Speicher zu laden. Die Universal Power Plattform (UPP) von DHYBRID überwacht und steuert alle Komponenten im System und sorgt so für eine jederzeit zuverlässige Energieversorgung.
„Wir haben mit einigen der weltweit führenden Köpfe im Bereich der erneuerbaren Energien zusammengearbeitet, um saubere Energielösungen anzubieten, die sowohl unsere Gastfreundschaft unterstreichen als auch die Safari-Erfahrungen hier auf den Cheetah Plains fördern“, so der Cheetah Plains Eigner Japie van Niekerk. Neben der neuen und leisen Energieversorgung setzt die Lodge speziell konstruierte Elektrofahrzeuge für ihre Safaris ein. Eine eigene Grauwasser-Recyclinganlage sowie eine Kläranlage minimieren den Wasserverbrauch sowie die Umweltbelastung.
Eigenes Stromnetz wird intelligent gesteuert
Im Rahmen der Modernisierung wurde die Lodge mit einem eigenen Stromnetz ausgestattet, einem sogenannten Microgrid. Es ist in der Lage, auch große dreiphasige Energieverbraucher wie etwa Kühlanlagen und Motoren zuverlässig mit Strom zu versorgen. Im Vergleich zur ursprünglichen Energieversorgung des lokalen Netzversorgers ESKOM wurde die verfügbare Spitzenleistung um das Vierfache auf 250 kW gesteigert.
„Das neue Energiesystem erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, es sorgt auch für eine hohe Netzqualität. Zusätzlich werden der CO2-Ausstoß und die Geräuschbelastung gesenkt“, berichtet DHYBRID-CEO Benedikt Böhm.
Eine hohe Netzqualität ist für viele technische Geräte unabdingbar, bei anderen verlängert sie die Lebensdauer. Sie drückt sich unter anderem durch eine stabile Netzspannung und Netzfrequenz aus, wofür die von DHYBRID entwickelte Universal Power Plattform (UPP) sorgt. Das System überwacht fortlaufend alle wichtigen Netzparameter und sorgt für einen automatisierten Betrieb der Anlage. Um die Betriebskosten und CO2-Ausstoß zu senken, steuert es die angeschlossenen Energieerzeuger sowie den Energiespeicher so, dass möglichst viel erneuerbare Energie genutzt wird. Zusätzlich garantiert die UPP eine ununterbrochen hohe Versorgungssicherheit.
Energieerzeuger können gleichzeitig eingesetzt werden
Anders als bei herkömmlichen unabhängigen Microgrids, bei denen entweder der Dieselgenerator oder die Solaranlagen laufen, ist die UPP in der Lage, verschiedene Erzeuger gleichzeitig und aufeinander abgestimmt zu steuern. Dadurch wird das Gesamtsystem deutlich effizienter und der Dieselgenerator muss nur in Zeiten mit außergewöhnlich hohem Energieverbrauch oder in Schlechtwetterperioden eingeschaltet werden. Das senkt den Treibstoffverbrauch, verbessert die Umweltverträglichkeit, senkt die Lärmemissionen und verlängert die Lebensdauer des Generators.
Technische Daten der Anlage
Die neue Stromversorgung liefert dreiphasige Leistung und besteht aus drei Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 300 kWp: einer Dachanlage mit 160 kWp, insgesamt 100 kWp auf Carports sowie 40 kWp auf zweiachsig nachgeführten Trackern. Es werden insgesamt 6 Stringwechselrichter mit je 60 kW Leistung eingesetzt.
Der netzbildende, bidirektionale Batteriewechselrichter mit einer Leistung von 250 kW wird vom Lithium-Ionen-Speicher mit Zellen von Samsung SDI und einer Kapazität von 1.027 kWh versorgt. Beide sind in einem klimatisierten 20 Fuß Seecontainer untergebracht, der in Zusammenarbeit von Blockpower und DHYBRID nach internationalen Standards entwickelt und gebaut wurde.
Der fernansteuerbare Dieselgenerator hat eine Leistung von 150 kVA. Die Echtzeit-Überwachung und Fernwartung des Netzes erfolgt per VPN über ein SCADA-System von DHYBRID. Darüber hinaus bietet die DHYBRID UPP Zugang zu historischen Daten über das DHYBRID WebPortal.
Hintergrundinformationen und Infografiken zur genauen Funktion der Anlage können unter https://bit.ly/2oVjAnl heruntergeladen werden.
Pressekontakt
Marja Anacker
TEL +49 89 899 481-112
MAIL m.anacker@dhybrid.de
Über DHYBRID & Blockpower
DHYBRID ist ein spezialisierter, internationaler Lösungsanbieter von erneuerbaren und hybriden Energiesystemen für Inseln, Industrie und Versorgungsunternehmen mit Hauptsitz in München. Das Unternehmen bietet schlüsselfertige Lösungen und individuelle Steuerungssysteme für hybride Energieprojekte an. DHYBRID kombiniert die konventionelle Energieversorgung durch Dieselgeneratoren oder instabile Versorgungsnetze mit erneuerbaren Energiesystemen und Speichertechnologien – perfekt gesteuert und umfassend visualisiert.
Blockpower ist Spezialist für kleine und mittlere PV-Kraftwerke mit Energiespeichern und Anwendungen für die Haustechnik. Das Unternehmen verfügt über eine starke Präsenz in Südafrika und hat sich mit DHYBRID in der Region Südliches Afrika zusammengeschlossen.
DHYBRID und Blockpower kombinieren ihre Stärken im Bereich flexibler und technologieunabhängiger Microgrid-Lösungen mit einem starken lokalen Netzwerk für Projektumsetzung und Service.



