Ich bastle einen Solar-Mini-Dancefloor – der Erfahrungsbericht

Kuscheltiere im Sand mit Solarmodul und Powerbank
Solarmodul lädt Powerbank, Action-Cam und Gimbal-Akkus

Wer kennt das nicht: man ist mit Freunden auf Reisen und möchte eine kleine Open-Air-Party in der Wüste organisieren. Und das natürlich ohne Anlage im Reisegepäck oder gar Steckdose. Ok, ich gebe zu, das kommt auch bei mir eher selten vor. Oder genauer gesagt: bisher erst einmal.

Aber dieses eine Mal bot die Kombination aus Solarstrom und Li-Ionen Powerbank genau die passende Lösung für einen solaren Mini-Dancefloor. Und weil diese Lösung gut zur Sunbeam-Philosophie passt – und sich auch wunderbar außerhalb von Wüsten einsetzen lässt – widmen wir ihr einen Blogbeitrag.

Hier die Aufgabenstellung: Sorge für mindestens 6 Stunden Musik für eine Gruppe von 10 – 20 Leuten. Zur Verfügung stehen Geräte, die unterschiedliche Mitreisende ohnehin in ihrem normalen Gepäck dabeihaben. Das sind ein iPad oder iPhone samt DJ-Software, zwei konventionelle Bluetooth-Boxen mit rund 600 g Gewicht, ein Kopfhörer und ein externer Mini-Mixer (zwei passionierte DJs waren Teil der Reisegruppe). Auf so einen Mixer hätten wir wegen der Software übrigens auch verzichten können – aber mit war es einfach bequemer.

Natürlich erzeugten die Bluetooth-Boxen keine Musik in Clublautstärke. Sie reichten aber aus, um unsere kleine Gruppe von Freunden gut zu unterhalten, vor allem weil wir sie miteinander kombinierten.

Stromnetz gab es keines, dafür aber ein kleines Solarmodul mit 12 Watt Leistung (ca. 30×30 cm groß, 330g Gewicht) und eine Powerbank mit USB- und 12 Volt-Anschluss (400 g Gewicht, 18 Ah Kapazität). Das Solarmodul konnte durch seine eingebaute Ladeelektronik direkt mit der Powerbank verbunden werden und sie aufladen.

DJ-Pult in der Wüste
DJ-Pult to go

In der Wüstensonne wurden zunächst die Powerbank und darüber (per USB-Anschluss) das iPad und die Boxen vollgeladen. Zugute kam uns dabei die Fähigkeit der Powerbank, gleichzeitig solar geladen werden zu können, während sie selbst USB-Geräte versorgt. So stand anschließend die volle Leistung der Powerbank zur Verfügung, um über ihren 12 Volt-Anschluss den externen Mixer versorgen zu können.

Die Lautsprecher haben wir dann mit einem Split-Kabel an das iPad angeschlossen und fertig war unser vollfunktionsfähiger Solar-Mini-Dancefloor, der vom frühen Nachmittag an zuverlässig für den gewünschten Sound sorgte. Übrigens haben die Boxen nach ca. 6-7 Stunden Laufzeit als erste aufgegeben – kein Wunder, denn ihre Akkus waren durchgehend voll gefordert.

Unsere Geräteliste:

• Lautsprecher: JBL Charge 3 und Bose Soundlink Mini II
• Solarmodul und Powerbank: Sonnenrepublik Surf12 und MP18
• DJ Software und Controller: Native Instruments Traktor DJ mit TRAKTOR KONTROL Z1


Der Autor

German Lewizki – Technik-Fan und seit den 90ern in der Energie- und Umweltkommunikation unterwegs